Definition von Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit hat viele Aspekte. Wer mehr darüber wissen möchte, wird bei (na klar!) Wikipedia schlau gemacht.

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Nachhaltiger Konsum

Ich überlege gerade, wo ich denn mit hoher (gefühlter) Wahrschneinlichkeit etwas zur Nachhaltigkeit beitrage, sprich „nachhaltig konsumieren“ kann. Mir sind folgende bekannt bzw. gerade eingefallen:

  • Transfair (Ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Vergibt auch das Produktsiegel „Fairtrade“)
  • Armed Angels (mit jedem gekauften T-Shirt wird die Schulausbildung eines indischen Kindes finanziert)
  • TOMS Shoes (für jedes gekaufte Paar Schuhe wird ein weiteres Paar an ein Kind, welches dringend welche benötigt, weiter gegeben)

Wer kennt weitere?

Interessant finde ich auch den Ansatz von eBay, eine Handelsplattform ausschließlich für fair gehandelte Güter zu schaffen. Mehr dazu bei cnet.

Nachhaltigkeit hat natürlich viele Aspekte: ökologische, ökonomische, finanzielle usw. Je nachdem wie man es auslegt, tragen die oben genannten und sicherlich noch einige andere auch über unterschiedliche Ansätze ihren Teil dazu bei.

Vielleicht sollte es dafür ja eine Art Siegel geben. Verknüpft mit einem Punktesammelsystem (ja ich weiß, bitte keine weiteren Kundenkarten mehr, ich schwimme auch bereits darin), welches den „nachhaltigen“ Konsum anregt?

Lebensstil prägt Konsumverhalten

Davon bin ich fest überzeugt. Es gibt mittlerweile auch Studien und die eine oder andere Publikation dazu, aber worauf ich hinaus will ist der vielmissgebrauchte Begriff LOHA. Die Definition lt. Wikipedia, der Wissensalmacht: >LOHAS ist ein Akronym für „Lifestyle of Health and Sustainability“. Es steht für einen Lebensstil oder Konsumententyp, der durch sein Konsumverhalten und gezielte Produktauswahl Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern will.<

Wenn es also Menschen gibt, die solche LOHA’s sind, dann zähle ich mich zu einem Teil dazu, rein mal von der Absicht her gesehen. Aber wie kann ich denn wissen, wie nachhaltig mein Konsum denn tatsächlich ist? Wie lässt sich denn Nachhaltigkeit messen, gibt es da bereits Methoden?

Ich denke, jeder hat so seine ganz eigene Definition von Nachhaltigkeit. Oder auch nicht. Meiner Meinung nach ist die Bedeutung des Begriffs Nachhaltigkeit erst einmal überhaupt nicht bekannt, behaupte ich mal. Meine eigene Definition könnte etwa so aussehen:

  • Daran denken, wie sich meine Handlung und mein Verhalten auf die Gegenwart auswirkt (Welt, Mitmenschen, Umwelt etc.)
  • Daran denken, wie sich meine Handlung und mein Verhalten auf die Zukunft auswirkt (nachfolgende Generationen, die Welt, das Leben)

Um zu wissen, wie sich meine Handlung und mein Verhalten auswirken denke ich, muss man ganz schön viel wissen. Zusammenhänge kennen und verstehen. Hinterfragen. Nicht oberflächlich sondern tiefgründig mit den Dingen auseinander setzen.

Um nun mal wieder den Bogen zu den Discountern zu bekommen: eine grundlegende Eigenschaft eines Discounter-Unternehmens ist es unter anderem, schnell zu wachsen und möglichst viel Marktanteil zu erlangen. Das lässt sich imho nicht mit mit den Werten der Nachhaltigkeit vereinen.Entweder, oder. Oder geht es doch?

Letztendlich können wir Verbraucher durch unser Konsumverhalten extrem viel steuern. Nur das Bewußtsein und Wissen, dass dies tatsächlich geht und wie es geht, fehlt den meisten Verbrauchern. Wir brauchen so etwas wie eine Aufklärung zum nachhaltigen Einkauf.

Ja ja ich weiß, das mal einer fünfköpfigen Familie erzählen, die von nur einem schlechten Einkommen leben muss. OK, es muss ja vielleicht nicht jeder gleich so denken und handeln. Es ist wahrscheinlich auch eine Frage des sich-leiste-könnens, gell?

Wer kann es sich schon leisten, seinen gesamten Einkauf in einem Biomarkt á la Basic oder Landmanns zu decken? Aber selbst wenn, viele die es sich leisten könnten, gehen zu Lidl, Aldi und Co.

Nein ich denke nicht, dass die „alternativen“ (Bio)Supermärkte komplett alles richtig machen und die Lösung des „Problems“ sind.

Aber ist das nicht an der falschen Stelle gespart? Und hier komme ich wieder auf den Punkt zurück, dass uns Verbrauchern noch viel zu wenig der Durchblick fehlt, was hinter den Billigprodukten und den billigen Preisen steckt, und wie mehr Wissen zu einem Umdenken in unserem Konsum führen würde könnte.

Ich halte es schlichtweg für unmöglich, permanent beim Einkauf darauf zu achten, ob ich damit nun nachhaltig handle, ich halte es auch für unmöglich, all das dazu notwendige Wissen immer abrufbereit zu haben.

Aber ich versuche immer, das notwendige Gleichgewicht zu finden, soweit in einem finanziellen und auch sonst vernünftigen Rahmen umsetzbar.

Los gehts!

Ich bleibe erst einmal anonym. Ich bin mir noch nicht sicher, wohin mich dieses Blog führen wird, oder wohin ich dieses Blog führen werde. Aber eines ist mir klar: Discounter (Billigsupermärkte) stoßen mir als mündiger Verbraucher immer mehr auf.

Halt: ich bin kein Körnerfreak und nicht seit 68 Mitglied bei Greenpeace, kein bespitzeltes Arbeitstier bei Lidl & Co.

Dennoch möchte ich für mich selbst soweit möglich, nachhaltig handeln, auch was den Einkauf meines täglichen Bedarfs an Lebensmitteln und Nicht-Lebensmitteln angeht. Und genau das denke ich, mehr und mehr NICHT mehr tun zu können. Zumindest nicht, ohne ein Vermögen bei den Bio-Märkten liegen zu lassen (wo ich auch oft einkaufe).

Ist es denn in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich, eine z.B. vierköpfige Familie gesund und ausreichend zu ernähren, ohne dass ich die meisten Dinge beim Discounter kaufen muss, weil sonst kein Geld mehr für andere Dinge übrig bleibt? Kann ich es mit meine Gewissen, bei allem was in den Medien berichtet wird, denn noch vereinbaren, beim Discounter zu kaufen? Ist das für einen normalen Verbraucher überhaupt noch zu durchschauen und nachzuvollziehen, was alles – im Positiven sowie im Negativen – unterstützt wird, wenn ich beim Discounter kaufe?

Viele Fragen bewegen mich, und dieses Blog soll in erster Linie mal dazu dienen, mir da ein bisschen Luft zu machen.