Brüssel plant Preiserhöhung für Lebensmittel innerhalb der EU

Ein Artikel in der Süddeutschen hat mich etwas zum Grübeln gebracht.

Einerseits finde ich es begrüßenswert dass die Lebensmittelpreise angehoben werden sollen; ich gehe davon aus dass dies vor allem in Deutschland erfolgen wird da wir zu den billigsten Ländern bei Lebensmitteln innerhalb der EU gehören. Aber:

  • wem kommt die Erhöhung sprich die Differenz denn dann zugute. Den Händlern, sprich auch Discountern? Die würden am meisten profitieren da sie am weitesten unten sind mit den Preisen. Super Idee…
  • Werden dadurch mehr Arbeitsplätze geschaffen und bestehende besser gesichert? Zielt auch wieder auf die obige Frage ab, denn wird denn der Mehrgewinn dann auch dafür eingesetzt oder wer spart sich da ein schön dickes Polster von an?

Planwirtschaft hin, Sozialismus her, ich bin gespannt in welche Richtung sich das alles bewegen wird (und was auch letztendlich die Verbraucher dazu zu sagen haben).

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Ist das der Ausverkauf unserer Gesundheit?

Diese Frage hat sich die Zeitschrift Ökotest vielleicht nicht gestellt, als sie frei verkäufliche Gesundheitspräparate bei den Discountern überprüft hat.

Leider habe ich den Test noch nicht gelesen, sondern bin nur über die Pharmazeutische Zeitung auf diesen Artikel hier gestoßen.

Mir hat mal mein Hausarzt gesagt, dass -sofern ich mich ausgewogen und gesund ernähre (si si)- ich keine Zusatzpräparate (z.B. Zink, Eisen, Vitamin C, D, E etc.) benötige. Also denke ich ist es jetzt nicht nur eine Blenderei der Discounter sondern allgemein all derer, die dies achso wichtigen Präparate herstellen.

Letztendlich muss es jeder selbst wissen…

Augen auf beim Milch-Einkauf

Wer zufällig in der kommenden Zeit beim Milch-Einkauf (u.a. Aldi, Lidl, Penny) auf der Milchverpackung den Hinweis „ESL“ lesen sollte: bitte nicht erschrecken. Nein, es handelt sich hierbei nicht um ESeLs-Milch. ESL steht für „Extended Shelf Life“. Meist muss man sich aber gehörig anstrengen, um den Hinweis zu finden, diese wird nämlich (derzeit) noch sehr klein und versteckt aufgedruckt.

Nach wie vor steht auf den Milchverpackungen „Frische Milch“ oder ähnlich, was Verbraucherschützer bereits bemängeln. Bei der ESL-Milch handelt es sich nämlich nicht mehr um richtige frische Milch sondern um hitzebehandelte Milch, ähnlich wie bei H-Milch. Nur dass bei ESL nicht auf 135°C sonder „nur“ auf 127°C erhitzt wird, um schädliche Keime abzutöten.

Derzeit läuft eine rege Diskussion, nicht nur wegen dem ungenügend sichtbaren Hinweis auf den Verpackungen, sondern auch zur Milchqualität als solches. Einen interessanten Artikel hierzu gibt es bei der taz. Lustig finde ich hier die Aussage von Michael Brandl, seines Zeichens Chef des Milchindustrieverbandes. Der sagt nämlich lt. dem Artikel, dass die neuartig behandelte Milch „…vom Verbraucher nachgefragt würde.“. Hmm, was hier wohl zuerst kommt, die Henne oder das Ei?

Bei mir gibt es schon lange keine Milch mehr vom Discounter, sondern ausschließlich Bio-Milch – nicht nur weil ich die hyperkommerziellen Milchkonzerne nicht unterstützen möchte.

UPDATE: In der aktuellen Ausgabe der ZEIT erscheint ein höchstwahrscheinlich interessanter Artikel mit dem Titel „Abschied von der Natur“. Hier gehts zur Vorschau, ab Donnerstag den 29.01.2009 dann auch im Zeitschriftenhandel.