Augen auf beim Milch-Einkauf

Wer zufällig in der kommenden Zeit beim Milch-Einkauf (u.a. Aldi, Lidl, Penny) auf der Milchverpackung den Hinweis „ESL“ lesen sollte: bitte nicht erschrecken. Nein, es handelt sich hierbei nicht um ESeLs-Milch. ESL steht für „Extended Shelf Life“. Meist muss man sich aber gehörig anstrengen, um den Hinweis zu finden, diese wird nämlich (derzeit) noch sehr klein und versteckt aufgedruckt.

Nach wie vor steht auf den Milchverpackungen „Frische Milch“ oder ähnlich, was Verbraucherschützer bereits bemängeln. Bei der ESL-Milch handelt es sich nämlich nicht mehr um richtige frische Milch sondern um hitzebehandelte Milch, ähnlich wie bei H-Milch. Nur dass bei ESL nicht auf 135°C sonder „nur“ auf 127°C erhitzt wird, um schädliche Keime abzutöten.

Derzeit läuft eine rege Diskussion, nicht nur wegen dem ungenügend sichtbaren Hinweis auf den Verpackungen, sondern auch zur Milchqualität als solches. Einen interessanten Artikel hierzu gibt es bei der taz. Lustig finde ich hier die Aussage von Michael Brandl, seines Zeichens Chef des Milchindustrieverbandes. Der sagt nämlich lt. dem Artikel, dass die neuartig behandelte Milch „…vom Verbraucher nachgefragt würde.“. Hmm, was hier wohl zuerst kommt, die Henne oder das Ei?

Bei mir gibt es schon lange keine Milch mehr vom Discounter, sondern ausschließlich Bio-Milch – nicht nur weil ich die hyperkommerziellen Milchkonzerne nicht unterstützen möchte.

UPDATE: In der aktuellen Ausgabe der ZEIT erscheint ein höchstwahrscheinlich interessanter Artikel mit dem Titel „Abschied von der Natur“. Hier gehts zur Vorschau, ab Donnerstag den 29.01.2009 dann auch im Zeitschriftenhandel.

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Wo die Discounter überall sparen

Gespart wird bei den Discountern kräftig an allen Ecken. Klar, wie sollen sonst diese niedrigen Preise zustande kommen. Dass das Sparen oft auch auf die Gesundheit gehen kann, hat nun ein Test der Stiftung Warentest nachgewiesen.

Stiftung Warentest hat sich vieler verschiedener Mineralwasser von unterschiedlichen Discountern und Supermärkten, sowie auch von großen Marken, angenommen. Das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd wie ich finde. Da fast alle Mineralwässerchen in Plastikflaschen (PET) verkauft werden, die den Giftstoff Acetaldehyd enthalten, ist das Wasser dann gar nicht mehr sooo gesund. Auf jeden Fall ist Acetaldehyd ein als gesundheitsschädlich eingestufter Stoff, der zu Schäden an der Leber führen kann, und sollte deshalb auf keinen Fall in PET-Flaschen vorzufinden sein.

Auch hier wieder stelle ich mir und der Welt die Frage: geht’s nicht auch gesund, beim gleichen Preis? Oder dann halt ein paar Cent mehr fürs Mineralwasser (oder welches Getränk auch immer in den PET-Flaschen verkauft wird) und dafür gesundheitlich unbedenklich?

Das Manager Magazin hat hier einen Artikel zu dem Test online.