Klasse Portal/Community gesichtet

Auch unter der Gefahr, dass ich mich jetzt als langsam blammiere, die gibt es ja offensichtlich bereits seit einiger Zeit…

Ich bin heute auf das Portal/die Community „Utopia“ gestoßen, die sich selbst das „Portal für strategischen Konsum“ betiteln. Befassen tut man sich dort mit vielen interessanten Themen beschäftigen und damit – durch große Unterstützung aus der eigenen Community – auseinander setzen.

Um mir einen besseren Eindruck zu verschaffen, werde ich mir das die nächsten Tage mal ansehen. Natürlich werde ich auch mal Ausschau nach Discounter-Themen halten.

Advertisements

Sklavenbrötchen?

Ein Artikel der mich jüngst zutiefst erschüttert hat, ist im aktuellen Magazin der ZEIT (vielen Dank, dass es dieses liberale Blatt gibt) abgedruckt. Günter Wallraff, vielen vielleicht von diversen Under-Cover-Aktionen bekannt, hat mal wieder recherchiert. Verdeckt, versteht sich von selbst.

Sein Einsatzort: ein Zulieferer des Discounters Lidl, welcher ausschließlich für Lidl Brötchen produziert und liefert. Hier gehts zu dem Artikel. Quelle: http://www.zeit.de

Es passt wunderbar gerade in die Zeit (ich meine die Zeit, nicht die ZEIT), in der ja eh genügend Artikel über Bespitzelung und Unterdrückung sowie schlechte Behandlung von Mitarbeitern geschrieben werden. Deshalb denke ich muss man hier auch erst einmal vorsichtig sein, daraus nicht gleich wieder ein Pauschalurteil abzuleiten, wie z.B. „Ist der eine Lieferant schlecht, der Lidl beliefert = alle Lieferanten schlecht, die die verschiednen Discounter beliefern“.

Puhh, ich finde es sehr schwer, a) allem und allen sofort meinen vollen Glauben zu schenken und b) dann im Anschluß daran auch noch richtig zu handeln bzw. die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen.

Los gehts!

Ich bleibe erst einmal anonym. Ich bin mir noch nicht sicher, wohin mich dieses Blog führen wird, oder wohin ich dieses Blog führen werde. Aber eines ist mir klar: Discounter (Billigsupermärkte) stoßen mir als mündiger Verbraucher immer mehr auf.

Halt: ich bin kein Körnerfreak und nicht seit 68 Mitglied bei Greenpeace, kein bespitzeltes Arbeitstier bei Lidl & Co.

Dennoch möchte ich für mich selbst soweit möglich, nachhaltig handeln, auch was den Einkauf meines täglichen Bedarfs an Lebensmitteln und Nicht-Lebensmitteln angeht. Und genau das denke ich, mehr und mehr NICHT mehr tun zu können. Zumindest nicht, ohne ein Vermögen bei den Bio-Märkten liegen zu lassen (wo ich auch oft einkaufe).

Ist es denn in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich, eine z.B. vierköpfige Familie gesund und ausreichend zu ernähren, ohne dass ich die meisten Dinge beim Discounter kaufen muss, weil sonst kein Geld mehr für andere Dinge übrig bleibt? Kann ich es mit meine Gewissen, bei allem was in den Medien berichtet wird, denn noch vereinbaren, beim Discounter zu kaufen? Ist das für einen normalen Verbraucher überhaupt noch zu durchschauen und nachzuvollziehen, was alles – im Positiven sowie im Negativen – unterstützt wird, wenn ich beim Discounter kaufe?

Viele Fragen bewegen mich, und dieses Blog soll in erster Linie mal dazu dienen, mir da ein bisschen Luft zu machen.