Wer bei Discountern nur an Lebensmittel denkt liegt etwas daneben. Ich darf Wikipedia mal kurz zitieren: „Als Diskonter bzw. Discounter (von engl. discount = Preisnachlass, Rabatt) bezeichnet man Unternehmen des Einzelhandels, die sich durch ein schmales Warensortiment, einfache Warenpräsentation, kleine Verkaufsflächen und durch diese Kosteneinsparungen ermöglichte geringe Preise auszeichnen.“
Und seit heute mit auf meiner Liste: Tchibo. Dass die nicht erst seit gestern zu den nicht unbedenklich handelnden Unternehmen zählen dürfte allgemein bekannt sein. Aber seit gestern wird wieder durch eine beachtliche Aktion der Bloggerin Kirsten Brodde Tchibo wieder etwas mehr ins Scheinwerferlicht der kritischen Konsumenten gehieft.
Ganz kurz: es geht um Produkte, welche durch Kinderarbeit für Tchibo hergestellt werden. Bitte unbedingt lesen, auch den Artikel hier im SPIEGEL Online.
Wo mich dann wirklich ein harter Schlag getroffen hat: Spreadshirt soll die T-Shirts für Tchibo produziert haben. Da fällt mir gar nichts mehr ein, ich bin enttäuscht, so ein klug und erfolgreich aufgezogenes Unternehmen mit solch negativen Schlagzeilen in Berührung zu sehen.
Ich hoffe imständig, dass die weitere Recherche von Frau Brodde die ganze Wahrheit ans Licht bringt. Wahnsinn wäre wenn wir demnächst lesen könnten: „Spreadshirt lässt von Kinderhand produzieren“…
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Das mit der Kinderarbeit ist erstmal nur eine unbewiesene Behauptung. Aber zumindest ist Tchibo/Spreadshirt gefordert Details offen zu legen. Das ist ja auch schonmal was.
Achja: Witzig, das man Tchibo tatsächlich nicht mit Lebensmitteln in Verbindung bringt.
@Horst: Korrekt, die Kinderarbeit gilt es zu beweisen. Oder für Tchibo, diese zu wiederlegen. Große Konzerne = große Verantwortung und somit in der Beweislast, so sehe ich das. Leider lassen sich Tchibo und andere Großkonzerne nicht oder nur sehr beschränkt in die Karten schauen.
Der Großteil des Produktsortiments bei Tchibo ist Non-Food, deshalb nehme ich Tchibo schon lange nicht mehr als Kaffeverkäufer wahr. Ich kann mir vorstellen, dass es sich beim Umsatz um eine ähnliche Verteilung dreht, ich könnte mich aber auch täuschen. Das ist wohl eher meine persönliche, gefühlte Einordnung zu „Nicht Lebensmittel“.
Das stimmt meines Wissens auch. Der meiste Umsatz wird im Non-Food-Bereich gemacht. Ich fand Deine „Rechtfertigung“ nur witzig, weil eigentlich war das ja mal ein Kaffeeröster.